OKIE™ Magazin

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Die Entwicklung moderner Hufschutzsysteme – vom Eisen zum Klebebeschlag

Seit Jahrhunderten begleiten Hufschutzsysteme den Menschen und sein Pferd. Was früher mit einfachen Eisen begann, hat sich über Hufschuhe bis hin zu modernen Klebebeschlägen weiterentwickelt. Jede Epoche brachte neue Lösungen hervor, immer mit dem Ziel: das Pferd gesund zu erhalten und seine Leistungsfähigkeit zu unterstützen.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Entwicklung moderner Hufschutzsysteme – und zeigen, warum Klebebeschläge heute eine der modernsten und schonendsten Möglichkeiten des Hufschutzes sind.

1. Der Beginn: Genagelte Eisen als Standard

Über Jahrhunderte war das genagelte Hufeisen die einzige Möglichkeit, Pferdehufe vor Abnutzung und Verletzungen zu schützen. Gerade bei Arbeitspferden, die täglich lange Strecken auf hartem Untergrund zurücklegen mussten, war ein dauerhafter Schutz unverzichtbar.

Doch Nägel bedeuten immer auch einen Eingriff in die Substanz des Hufes. Brüchige Hufwände, Nagelverletzungen oder geschwächte Strukturen waren schon damals bekannte Nebenwirkungen. Trotzdem war das Eisen über lange Zeit konkurrenzlos, weil es schlicht keine Alternativen gab.

2. Die ersten Alternativen: Hufschuhe

Mit dem wachsenden Bewusstsein für Pferdegesundheit in den letzten Jahrzehnten kamen die ersten Hufschuhe auf den Markt. Sie sollten Schutz bieten, ohne den Huf dauerhaft zu beeinträchtigen.

Hufschuhe haben vielen Pferden den Übergang von Eisen zu Barhuf erleichtert. Sie sind flexibel einsetzbar und können bei Bedarf an- oder ausgezogen werden. Allerdings sind sie nicht für jedes Pferd und jede Situation praktisch: Manche Pferde vertragen sie nicht gut, die Handhabung ist für manche Besitzer:innen aufwendig, und im sportlichen Einsatz stoßen sie oft an Grenzen.

3. Der nächste Schritt: Verbundbeschläge

Bevor sich Klebebeschläge etablierten, kamen Kunststoffverbund-Beschläge auf den Markt. Diese Systeme wurden weiterhin genagelt, kombinierten aber das traditionelle Eisen mit modernen Materialien. Durch die Einbettung des Stahlkerns in Kunststoff entstanden deutliche Verbesserungen für das Pferd:

  • Stoßdämpfung: Kunststoffanteile fangen Erschütterungen besser ab und entlasten so Gelenke, Sehnen und den Bewegungsapparat.
  • Gewichtsersparnis: Kunststoffverbund-Beschläge sind oft leichter als reine Eisenbeschläge.
  • Flexibilität: Durch die Materialkombination konnte sich der Huf etwas freier bewegen als bei starren Eisen.

Damit waren sie ein wichtiger Fortschritt: Der Beschlag blieb nagelbar und somit für viele Schmiede einfach zu handhaben, brachte dem Pferd aber bereits spürbare Erleichterung. Dennoch blieb das Grundproblem bestehen: Jede Nagelung greift in die Hufsubstanz ein und kann langfristig Schäden oder Schwächungen verursachen.

4. Die Entwicklung der Klebebeschläge

Nachdem Kunststoffverbund-Beschläge den ersten Fortschritt gebracht hatten, entwickelten sich die ersten Klebebeschläge. Hierbei unterschieden sich zwei grundlegende Systeme:

  • Laschensysteme mit Cyanacrylat-Kleber (Sekundenkleber):
    Diese Methode arbeitet mit dünnen Klebelaschen, die direkt an der Hufwand befestigt werden. Sie sind vergleichsweise schnell anzubringen, erfordern aber eine sehr präzise Vorbereitung des Hufs. Ein Nachteil der reinen Kunststoffplatten: Sie bieten dem Huf nur begrenzte strukturelle Unterstützung und wirken in der Praxis oft instabil.
  • Klebeschalen mit 2-Komponenten-Kleber:
    Dabei wird der Huf in eine Kunststoffschale gesetzt, die mit einem 2K-Kleber fixiert wird. Diese Methode kann stabil sein, hat jedoch mehrere Herausforderungen: Der Kleber kann beim Anbringen heiß werden, was bei empfindlichen oder krankhaft veränderten Hufen (z. B. bei Rehe-Pferden) problematisch sein kann. Zudem lässt sich der 2K-Kleber nur mit großem Aufwand wieder entfernen.

Auch bei Verbundbeschlägen, die sich durch Laschensysteme kleben lassen, blieben Schwachstellen: Ein unflexibler Kern verteilt den Druck oft nicht gleichmäßig, und eingearbeitete Metallteile wie Aufzüge können im ungünstigen Fall Verletzungen verursachen.

5. Die neue Generation des Hufschutzes: Der OKIE®

Mit OKIE® beginnt eine neue Phase in der Entwicklung moderner Hufschutzsysteme. Er vereint die Vorteile moderner Materialien mit praxisgerechter Handhabung und konsequentem Fokus auf die Pferdegesundheit:

  • Komplett metallfrei: Keine Verletzungen durch scharfkantige Aufzüge oder Kanten.
  • Gezielte Unterstützung: Stabilität genau dort, wo der Huf sie benötigt – nicht mehr und nicht weniger!
  • Flexibel einsetzbar: Kann geklebt werden, aber auf Wunsch auch genagelt – bietet trozdem modernste Eigenschaften und Komfort!
  • Schonend & nachhaltig: Leicht, stoßdämpfend, wiederverwendbar und so konzipiert, dass der natürliche Hufmechanismus weitgehend erhalten bleibt.

Damit verbindet der OKIE® die Vorteile bewährter Ansätze mit einer durchdachten, modernen Weiterentwicklung – entwickelt für Pferde, die nicht nur Schutz, sondern auch Komfort und langfristige Gesundheit brauchen.

Fazit

Die Entwicklung des Hufschutzes zeigt klar: Es geht immer darum, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Pferdes bestmöglich zu erhalten. Vom Nageln über Hufschuhe bis zum Klebebeschlag ist ein Fortschritt sichtbar – hin zu Lösungen, die den Huf respektieren und zugleich Schutz bieten.

👉 Moderne Klebebeschläge wie der OKIE® Hufschutz sind damit keine Modeerscheinung, sondern eine konsequente Weiterentwicklung in der Geschichte des Hufschutzes.


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